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Themenparks

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Themenparks
Alles außer Langeweile
Es war 1971, als der verschlafenen Kleinstadt Orlando große schwarze Ohren wuchsen.
Schon bald folgten mehrere Funparks dem Vorbild Watt Disneys, seitdem ist die Region für über 40 Millionen Touristen alljährlich eine der beliebtesten Ferienziele überhaupt.
Im Konkurrenzkampf um Besucher versuchen sich die Parks seit jeher mit spektakulären
Attraktionen zu überbieten. Fast alles scheint möglich und erlaubt - außer Langeweile.
   
Du kannst den allerschönsten Platz der Welt planen erstellen und bauen sagte einst Walt Disney, der Erfinder von Mickey, "aber man benötigt Menschen, um den Traum wahr werden zu lassen." Seit der Eröffnung vor 35 Jahren ist Mickeys Reich der Klassiker und Vorreiter unter den Vergnügungsparks in Orlando und inzwischen zu einem gigantischen Ferienkomplex auf 120 Quadratkilometer angewachsen. Zum Rundum-Versorger Walt Disney World Resort gehören auch drei Wasserparks, fünf Golfplätze, ein riesiger Sportkomplex, in dem man fischen, Gleitschirm fliegen und Nascar-Wagen fahren kann, sowie eine eigene Downtown. Kern des Ferienparadieses bleiben aber die vier Themenparks: Im Magic Kingdom findet man das Märchenschloss, die Achterbahn Space Mountain und die Main Street USA, auf der jeden Abend bunte Paraden mit Captain Jack Sparrow, Goofy & Co veranstaltet werden. Im Epcot wird interaktives Entertainment mit Wissensvermittlung verknüpft. Das Future Land bietet Einblicke in zukünftige Entwicklungen im Bereich der Technik, Raumfahrt und Wissenschaft. In den nostalgischen Disney-MGM Studios dreht sich alles ums Filmbusiness. Auf dem Gelände wird tatsächlich noch produziert: Film, TV, Radio und Zeichentrick. Besucher blicken hinter die Kulissen der Kinogeschichte, etwa bei der Stuntshow von Indiana Jones in einem verfallenen Tempel. Und auf der Safari durch das riesige Disney‘s Animal Kingdom Theme Park trifft man gleich auf drei verschiedene Gattungen von Tieren: auf lebendige in freier Wildbahn, auf fantastische Sagen- und Märchengeschöpfe und auf längst ausgestorbenen Dinosaurier.
   
Das Universal Orlando Resort (Geburtslahr: 1990) ist nach Disney World

Sarasota
Das Erbe des Zirkuskönigs
In den Roaring Twenties war John Ringling (1866 bis 1936) der unbestrittene König des amerikanischen Wanderzirkus. Ringling reiste mit seiner Show kreuz und quer durch Amerika und Europa. In Sarasota, dem kulturellen Zentrum Floridas, ließ er sich nieder. Von seiner Winterresidenz Cá d‘Zan - einer direkt am Wasser gebauten Traumvilla im Stil eines venezianischen Gotikpalasts mit großzügiger Parkanlage und Rosengarten - dirigierte er sein Imperium. Im Zirkusmuseum lebt die Historie der „Greatest Show on Earth“ wieder auf: reißerische Plakate und Flugblätter, Kostüme von Clowns, Drahtseilartisten und Raubtierdompteusen sowie handgeschnitzte Paradewagen. Highlight: das „Kanonenauto“. Neben seiner Funktion als Zirkusmagnat fand Ringling zusammen mit seiner Frau Mable noch Zeit, sich dem Sammeln von Kunstschätzen zu widmen. Mehr als 600 Gemälde und Skulpturen von der Renaissance bis zur Gegenwart, darunter auch seltene Werke von Peter Paul Rubens, sind im Kunstmuseum ausgestellt. Keine Frage: Ringling lebte sein Motto „Life is short, art is long.‘ www.ringling.org
   
Islamorada
Anglerträume auf der lila Insel
Die Keys sind ein Himmelreich für jeden Angler - egal ob an den Küsten, im tiefen Meer oder im Hinterland. Laut Internationalem Anglerverband wurden auf der Inselkette mehr Weltrekorde aufgestellt als irgendwo anders. Islamorada, ein Eiland auf den Keys, nennt sich sogar unbescheiden „Welthauptstadt des Angelsports“. Vor einigen Hundert Jahren segelten spanische Seefahrer am purpurfarbenen Küstenstrich vorbei und tauften die Insel wegen der violetten Meeresschnecken prompt Isla Morada, die lila Insel. Wettkämpfe und Fischfestivals werden hier sehr ernst genommen, voll besetzte Charterboote laufen das ganze Jahr über im Minutentakt aus. Neben dem Blauen Marlin, Hemingways Favoriten, ist insbesondere der Tarpun die Lieblingsbeute der Sportangler, weil der Knochenfisch im Kampf um Leben und Tod spektakuläre Luftsprünge vollzieht. Ein dramatisches Schau spiel, das weit über die Grenzen des Sports hinausgeht - für die Pfanne viel zu schade. www.budnmarys.com
   
Cassadaga
Übersinnliches im Spiritualistencamp
Wenn sich der Schoj3hund plötzlich nicht mehr vor die Tür traut oder die Frischverlobte auf einmal merkwürdige Züge entwickelt, dann zieht es viele Floridaner nach Cassadaga, mit dem Auto eine halbe Stunde nordöstlich von Orlando entfernt. Eine christliche Kirche gibt es hier nicht. Dafür tummeln sich im Cassadaga Spiritualist Camp rund 40 Wünschelrutengänger, Aura-Fotografen, Traumdeuter, Handaufleger, Hypnotiseure sowie Wahrsager in allen Variationen: Seit 1875 ist das kleine, eigentümliche Örtchen inmitten von Zypressenhainen das Zentrum für Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten und Sammelstelle für Hilfesuchende.
Vor den bunten, fast 100 Jahre alten Holzkaten entlang der Hauptstraj3e wird auf Schildern die jeweilige Befähigung beschrieben, zum Beispiel „Jamie Tolaver Ruiz: Geisterseherin, Priesterin und Medium‘. Für viele Skeptiker sind die spirituellen Sitzungen im mysteriösen Séance Room im Tempel von Cassadaga, in denen Kontakt mit Verstorbenen, Geistern oder Dämonen aufgenommen wird, kostspieliger Humbug oder effektvolle Illusionsveranstaltung. Andere Menschen beziehen aus diesen Begegnungen ihre Lebenskraft und ihren Glauben: Man fragt und erhält Antworten - morbider Charme inbegriffen www.cassadaga.org
   
der zweitgröße Funpark in Florida. In den Universal Studios sind Shrek, die Men in Black und ET zu Hause. Sogar der Weiße Hai schwimmt hier seine Bahnen. Besucher können in originalen Filmkulissen den Zauber der Hollywood-Blockbuster nachempfinden und nach- gespielte Sequenzen live erleben. Mit Marty McFly geht es im Flugsimulator zurück in die Zukunft, wobei man nur mit knapper Not einer Eiszeitlawine entkommt! Nicht viel weniger aufregend: erste (freiwillige) Gehversuche als Stuntman bei Fear Factor Live oder das 3-D-Abenteuer mit dem Terminator als Komplizen und fiesen Cyborgs als Gegnern (am Ende regnet es flüssiges Metall). Im zweiten perfekt ausgetüftelten Themenpark Universal‘s lslands of Adventure tummeln sich die Helden der Marvel-Comics: Spider Man, Hulk und Co. Und für flaue Mägen garantieren halsbrecherische Achterbahnen.
   
Im Seaworld Adventure Parksn Orlando
einem Mix aus maritimem Zoo und Vergnügungspark - sind seit 1973 die Meeresbewohner die Stars. Das weltweite Symbol von Seaworld ist die Wasserakrobatik von Shamu, dem schwarzweißen Killerwal. Auch die beiden perfekt dressierten Seelöwen (und Show-Veteranen) Clyde und Seamore sowie ihre Komparsen Sir Winston Walross und O.P. Otter wissen mit perfekt einstudierten Slapstick-Einlagen zu verblüffen. Seaworld bietet Gästen die Möglichkeit, die bewohnte Unterwasserwelt eindringlich kennen zu lernen: etwa Delfine (Delphin Cove) oder Haie im gläsernen Unterwassertunnel (Terrors of the Deep). Wagemutige können sich sogar in einem Stahikäfig in das Becken herablassen. Achterbahnen gibt es natürlich auch hier: Eine heimtückische Wildwasserfahrt, gepaart mit Rollercoaster-Elementen, führt in die versunkene Stadt Atlantis, Abseits des Nervenkitzels setzt der Park auch Maßstäbe bei der Aufzucht von Meeressäugern. Gleichzeitig engagiert sich das Seaworld-Rettungsteam in der Pflege verletzter Tiere, bis sie in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückgebracht werden können.
   
Aus einem kleinen Vogelpark
gegenüber der Bierbrauerei Anheuser-Busch entstand 1965 Floridas afrikanischer Abenteuerpark Busch Gardens Tampa Bay, heute eine der größten zoologischen Institutionen Amerikas. Wildlife zum Anfassen gibt es hier, beispielsweise bei der Fahrt mit einer Dampflokomotive oder auf der offenen Ladefläche eines Trucks durch die Serengeti-Ebene. In riesigen Freigehegen sind mehr als 320 Spezies und über 2700 Tiere zu Hause, darunter Nashörner, Giraffen, Antilopen und rosa Flamingos. Der Park beschäftigt vier Veterinäre, die sich auf exotische Tierarten spezialisiert haben. Erst neulich wurde das erste Gorillababy per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Neben den Live Shows mit tierischen Teilnehmern sind vor allem die acht spektakulären Achterbahnen teils mit senkrechten Abfahrten und 360-Grad-Sturzspiralen-Loopings ein Bestseller.
   
Wer hat nicht einmal als Kind davon geträumt, als Astronaut zu den Sternen zu reisen? Seit 1968 starten vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, dem Nasa-Weltraumbahnhof nahe Orlando, Raketen und bemannte Space Shuttles in Richtung All. Für einen Tag können lang gehegte Kindheitsträume im Besucherkomplex bei der Astronaut Training Experience verwirklicht wer den. Zur mentalen Einstimmung geht es zuerst ins Imax Theater. Mit 3-D-Brille fliegt man dort im Höllentempo um den Globus. Nach einem Briefing mit einem echten Astronauten wird es ernst: der Flugsimulator, der Gravity Stuhl - ein Fliehkraftsimulator - und der G-Force Trainer warten schon. Letzterer erzeugt eine Schwerkraft, die viermal so groß ist wie auf der Erde. Und im Mercury Space - craft Simulator werden die Reflexe gecheckt. Mit dem Bus geht es dann auf Rundtour durchs Gelände: Vorbei am International Space Station Center, an den riesigen Crawler-Transportern, auf denen die Shuttles im Schneckentempo zu den Abschussrampen gekarrt werden, und am Rocket Garden, wo verdiente Trägerraketen ihre letzte Ruhe finden. Das Shuttle-Montagegebäude ist mit einer Deckenhöhe von 160 Metern so hoch, dass sich im Innern (!) sogar Regenwolken bilden können.
   

Extra-Tipps

 
  • Watt Disney World Resort
    Im World Showcase werden in typischer Architektur kulinarische und kulturelle Spezialitäten aus elf Ländern vorgestellt. Sehr beliebt ist „Drink around the World: Dabei dreht man eine Runde durchs Weltdorf und genießt in jedem Land ein Kaltgetränk!
    www.disneyworld.com
  • Universal Orlando Resort
    Bei Dueling Dragon handelt es sich um zwei ineinander verschlungene und am Ende aufeinander zu rasende Achterbahnen. Nur um Haaresbreite entgehen die beiden Drachenwagen einer Kollision.
    www.universalorlando.com
  • Kennedy Space Center
    Nicht weit vom Space Center entfernt lässt sich der Abschuss einer Rakete oder eines Shuttles bequem und kostenlos auf der Straße gemeinsam mit Tausenden von Schautustigen live erleben. Die jeweiligen Starttermine werden frühzeitig angkündigt.
    www.kennedyspacecenter.com
  • Busch Gardens Tampa Bay
    In Sheikra, der weltweit steilsten Achterbahn, „fliegen“ furchtlose Fahrgäste aus über 6o Metern in senkrechten Steilabfahrten mit 115 Stundenkilometern wieder in die Tiefe. Das feuchte Finale findet nach einem berühmten Immel-mann-Loop mit drei Steilkurven und einer Aufwärtsspirale in einem Wasserbassin statt.
    www.buschgardens.com
  • Seaworld Orlando Beim
    fantasievollen Spektakel Blue Horizons spielen Menschen und Tiere gemeinsam auf einer Bühne - über und unter Wasser. Hauptdarsteller sind akrobatische Meeres säuger und exotische Vögel. Bungee -Spezialisten, Flugakrobaten und Kunsttaucher sorgen für Spannung und überraschende Effekte. www.seaworld.com
   

Mauritius
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Stand: 10. Dezember 2008